Effektiv trainieren mit Seilspringen

Seilspringen, auch Rope Skipping genannt, ist ideal wenn Du eine Alternative zum Joggen suchst. Mit geringen Zeitaufwand kannst Du überall und zu jeder Zeit Deine Ausdauer und Kraft trainieren. Dabei werden sogar mehr Kalorien verbraucht als in der gleichen Zeit beim Joggen.

Bei richtiger Ausführung verbrauchst Du bei 10 Minuten workout mit dem Springseil so viele Kalorien wie mit 25 Minuten Joggen oder Radfahren.

Dabei wird bei den Übungen mit dem Springseil nicht nur der Stoffwechsel angeregt und Fett verbrannt, sondern es wird zusätzlich noch die Koordination geschult, die Kondition trainiert, ist einfach zu erlernen und kostengünstig.

Vor- und Nachteile des Seilspringens

Vorteile:

  • Kann überall durchgeführt werden, auch auf Reisen
  • Eignet sich auch für schnell mal zwischendurch
  • Unterstützt effektiv die Fettverbrennung
  • Preiswerte Ausrüstung (Springseil und Schuhe)
  • Verbessert Ausdauer, Kraft und Koordination

Nachteile:

  • Belastet Sprunggelenke und Füße. Daher bei starkem Übergewicht nur beding geeignet.



Abnehmtipps - seilspringen

Die Auswahl des Springseiles

Im Prinzip ist jedes Seil als Springseil geeignet. Wenn du aber planst regelmäßig mit einem Springseil zu trainieren solltest du dir ein entsprechendes Trainingsgerät im Sportgeschäft besorgen.

  • Für schnelle Umdrehungen sollt der Griff ein Drehgelenk haben. Dadurch verdreht sich das Seil beim Springen nicht.
  • Das Seil muss sich an die Körpergröße anpassen lassen
  • Für die einfachere Trainingskontrolle gibt es Springseile mit Dreh- und Kalorienzähler. Das ist auch ein gutes Mittel zur Motivation.
  • Sogenannte Speed-Ropes aus einer speziellen Kunststoffmischung sind leichter. Damit fällt manchen Anfängern die Technik leichter.
  • Für höhere Trainingsintensitäten eignen sich Speedropes aus Metall. Dies Springseile werden bevorzugt von Profis und im Fitnesstraining verwendet.

Die Technik beim Seilspringen

Vorbereitung:
Als ersten musst Du die Länge des Seils auf Deine Körpergröße anpassen. Dazu gibt es drei Methoden:

  1. Du stehst mit beiden Füßen auf das Seil und nimmst die Griffe in die Hand. Die Griffe sollten ungefähr bis auf Brusthöhe reichen.
  2. Mittig auf das Seil stehen. Die hochgeklappten Griffe sollten in der Achselhöhle enden
  3. Berechnung: Körpergröße + 91,5 cm ergibt die Seillänge ohne Griffe

Schuhe: Ideal sind feste Schuhe mit hohem Schaft und Vorfußdämpfung

Untergrund: Um die Gelenkbelastung eignet sich ein ebener und weicher Untergrund. Asphalt ist weniger geeignet. Ein harter und rauer Untergrund erhöht außerdem den Verschleiß des Springseils.
Höheres Gras oder Teppichboden kann den Schwung des Seiles bremsen und ein effektives Training behindern.

Übungen mit dem Springseil

Grundtechnik:
Mit geschlossenen Füßen hinstellen, das Seil liegt hinter den Füßen.
Der Oberkörper ist aufrecht, die Oberarme bzw. Ellenbogen liegen eng am Körper. Nur so hoch springen, dass das Springseil gerade unter den Füßen durchschwingen kann, gesprungen wird auf den Fußballen.
Das Seil wird nur durch Drehung der Handgelenke in Bewegung gehalten, die Schulter schwingt nicht mit

Anfänger: Beidbeiniges Springen.
Seil locker mit ca. 60 Umdrehungen pro Minute schwingen. Beidbeinig springen und Zwischensprünge vermeiden. Das Tempo kann im Laufe der Zeit auf 120-150 Sprünge pro Minute gesteigert werden.

Einbeiniges Springen:
Springen auf einem Bein, das andere Bein wird leicht angewinkelt. Springen bis das Bein ermüdet, dann wechseln.

Laufen:
Ähnelt dem Joggen auf der Stelle. Bei jedem Sprung wird der Absprungfuß gewechselt.

Springen mit zwei Umdrehungen:
Hierbei kommt es auf die Geschwindigkeit an. Bei jedem Sprung wird das Sprungseil 2-mal unter den Füßen durchgeschwungen. Außerdem musst Du etwa doppelt so hoch abspringen verglichen zum normalen beidbeinigen Sprung.

Kreuzsprung:
Die Arme werden vor dem Oberkörper gekreuzt bevor das Seil unter den Füßen durchgeschwungen wird. Das erfordert allerdings ein bisschen Übung.

Ausfallschritt seitlich:
Ausgangstechnik ist das beidbeinige Springen. Abwechselnd die Beine grätschen und wieder schließen. Beim Aufsprung leicht in die Knie gehen.

Ausfallschritt nach vorne:
Ausgangstechnik ist das beidbeinige Springen. Abwechselnd in Schrittstellung springen (ein Bein nach vorne, das andere gleichzeitig zurück). Knie und Fußspitzen zeigen nach vorne.

Seitliche Sprünge:
Ähnlich wie der beidseitige Sprung, jedoch abwechselnd nach links und rechts versetzt springen.

Fazit:

Seilspringen eignet sich perfekt für alle, die mit wenig Zeitaufwand Kraft, Ausdauer und Koordination trainieren wollen.

  • Ropeskipping stärkt die gesamte Körpermuskulatur, vor allem die Bein- und Po-Muskulatur sowie die Muskulatur von Oberkörper und Armen.
  • Es kann überall durchgeführt werden und baucht wenig Platz.
  • Seilspringen regt den Stoffwechsel an und verbraucht mehr Kalorien als Joggen oder Radfahren und ist daher effektiver.